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Wilhelmiten, Ordo Fratrum Eremitarium Sancti Guilhelmi (OESG)



Die Wilhelmiten entstanden in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts aus der Eremitengemeinschaft um Wilhelm von Malavalle. Wilhelm von Malvalle stammte aus dem französischen Adel und unternahm mehrere Pilgerfahrten nach Malavalle in der Toskana in Italien, um eine nicht näher bekannte Schuld zu sühnen. Nach seinem Tod 1157 wurde sein toskanisches Eremitorum zum Stammkloster ausgebaut. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts breitete sich die nach der Benediktinerregel lebende Ordensgemeinschaft auch außerhalb Italiens aus, blieb jedoch im wesentlich auf West- und Mitteleuropa (Deutschland, Frankreich) beschränkt. Die Wilhelmiten siedelten meist auf dem Land, wo sie ein monastisches und eremitanisches Leben führten. In den Städten näherten sie sich den Bettelorden an, wobei Seelsorge und Studium eine untergeordnete Rolle spielte.

Unter Papst Alexander IV. 1256 sollten die Wilhelmiten mit anderen toskanischen Eremitengruppen zu den Augustiner-Eremiten vereinigt werden. Nach Interventionen der Wilhelmiten konnte die Gemeinschaft jedoch als eigenständiger Orden bestehen bleiben. 1266 bestätigte Papst Clemens IV. die Eigenständigkeit. Ab Mitte des 14. Jahrhunderts befand sich die Ordensgemeinschaft zunehmend in einer Krise. Viele Niederlassungen wurden von anderen Orden übernommen. Auch das Mutterkloster wurde 1569 von den Augustiner-Emeriten übernommen. 1847 wurde mit dem niederländischen Kloster Huijbergen das letzte Wilhelmitenkloster geschlossen.

Die Niederlassung in Kuddewörde wurde 1495 durch Herzog Johann IV. von Sachsen-Lauenburg gestiftet. Das Kloster bestand bis zur Reformation und diente anschließend als Armenhaus. O.K.




Kloster im Herzogtum Lauenburg




Kuddewörde

Wilhelmiten
1495/1497 - ca. 1527