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Willkommen beim Schleswig-Holsteinischen und Hamburgischen  Klosterprojekt
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Das Klosterprojekt hat sich zur Aufgabe gemacht, die 52 Klöster, Stifte und Domkapitel in den Herzogtümern Schleswig, Holstein und Lauenburg und in den Hansestädten Lübeck und Hamburg gemäß ihrem theologischen und kulturhistorischen Wirken und Bestehen von ihren Anfängen bis zur Reformation aufzuarbeiten. Dabei wird jede Niederlassung durch ihre Archivalien, Baulichkeiten, Sachgüter und archäologischen Funde dokumentiert.

Das Projekt ist in zwei Teilbereiche gegliedert. Der erste Teilbereich, das Klosterregister, widmet sich der Erfassung aller Daten und Informationen zu den einzelnen Niederlassungen. Der zweite Teilbereich umfasst die Veröffentlichung des Schleswig-Holsteinischen, Hamburgischen Klosterbuches. Mit dieser Publikation wird erstmals für Schleswig-Holstein und Hamburg ein umfassendes interdisziplinäres Handbuch zur monastischen Geschichte vorliegen.


Klosterlandschaft in Schleswig, Holstein, Lauenburg, Lübeck und Hamburg

Klöster, Stifte und Konvente besaßen in den Herzogtümern Schleswig, Holstein und Lauenburg sowie in den Hansestädten Hamburg und Lübeck einen entscheidenden Anteil an der kulturellen und historischen Entwicklung des Landes und der Städte. Die erhaltenen Bauten spiegeln auch heute noch ihre Bedeutung aber auch ihre Macht und ihren Einfluss wieder.

Die Christianisierung, der kirchenpolitische Aufbau der Diözesen und nicht zuletzt die Seelsorge innerhalb der neu entstandenen bürgerlichen Stadtgemeinden wurden von den Orden und geistigen Gemeinschaften zu einem großen Teil getragen und beeinflusst. Sie hatten einen entschiedenen Anteil an der kulturellen Blüte des Landes und dem religiösen Leben sowie wirtschaftlichen Ausbau. Die agrarischen Strukturen des Landes wurden in weiten Bereichen durch den Zisterzienserorden geprägt. Die Stifte der Augustinerchorherren bildeten Stätten nicht nur religiösen Wirkens, sondern auch humanistischer Studien wie die Bibliotheken mit Werken antiker Autoren für den Bordesholmer Konvent belegen. Auch zeigt die berühmte Bordesholmer Marienklage, ein geistliches Spiel mit gesprochenen und gesungenen Abschnitten, das hohe spirituelle Wirken des Konvents über die Landesgrenzen hinaus. Die Klöster der Nonnenkonvente zeigen sich in einer breiten Form religiösen Wirkens aber auch in einer durchorganisierten landwirtschaftlichen Wirtschaftsführung wie Rechnungsüberlieferungen aus dem Preetzer Kloster belegen. Die Dominikaner und Franziskaner leisteten bereits mit dem Beginn ihrer Präsens in den Städten des Landes einen hohen Beitrag in der Bildung und Wissenschaft durch schulische Institutionen, die an den Konvent eines der Klöster gebunden waren. Schriftlichkeit und Lehrsamkeit waren nicht nur dem Konventmitglied vorbehalten sondern auch den Söhnen bürgerlicher Familien.

Historische, archäologische, kunstgeschichtliche und bauhistorische Forschungen haben in den letzten Jahren ein immer differenzierteres Verständnis über das Leben und Wirken der monastischen Einrichtungen im Lande möglich gemacht und neue Einblicke in die vielschichtige Wechselbeziehung der Klöster, Stifte und Konvente und der historischen kulturellen Entwicklung des Landes gegeben.